Rettenberg, 10.05.2014, von Michael Gernböck

Einsatzübung Wasserförderung

Am Samstag, den 11.05.2014, traf sich eine Vielzahl von Feuerwehren aus dem Landkreis Oberallgäu gemeinsam mit dem THW Sonthofen zu einer Einsatzübung Wasserförderung.

Eine großangelegte Einsatzübung beschäftigte am Samstag nicht nur das THW Sonthofen sondern auch zahlreiche Feuerwehren aus dem gesamten Landkreis Oberallgäu. Im Zuge einer wehrübergreifenden Maschinistenausbildung wurde eine Einsatzübung zur Wasserförderung durchgeführt. Es wurde dabei angenommen dass in Wolfis bei Rettenberg mehrere Häuser und ein angrenzendes Waldstück in Flammen stehen. Zwei große Wasserwerfer mit einer Durchflussmenge von 5.000 Liter pro Minute wurden dazu in Stellung gebracht. Da das Hydrantennetz an diesem Punkt eine solche Wassermenge nicht aufbringen kann, wurde vom THW eine Wasserförderstrecke aufgebaut, die über mehrere Faltbehälter die Druckpumpen der Feuerwehren für eine Versorgung der Werfer sicherstelle.

Dabei zeigte sich das Konzept der „offenen“ Wasserförderstrecke als besonders nützlich. Die Lenzpumpen des THW fördern Wasser mit einem Korndurchmesser von bis zu 80 mm. Dieses Schmutzwasser ist daher nicht geeignet direkt in die Druckpumpen der Feuerwehren gespeist zu werden. Das THW förderte deshalb zunächst mit 3 motorgetriebenen Pumpen das Wasser aus der Iller in einen Faltbehälter, wo sich der gröbste Schmutz setzen kann. Von dort wurde das Wasser mit der Hochleistungspumpe Hannibal, die eine Leistung von über 5.000 Liter pro Minute hat, über eine lange Straße bis zu einem weiteren Faltbehälter am Waldrand befördert, wo es jetzt nahezu schmutzfrei ist. Hieraus entnahmen die Wehren des Landkreises Wasser mit ihren TS 8/8 Pumpen und speisten damit aus bis zu 12 B Schläuchen die beiden Wasserwerfer.

Ziel der Übung war es nicht nur, neue Maschinisten in den Wehren auszubilden, sondern diesen auch gleichzeitig die Aufgaben und Kompetenzen des Technischen Hilfswerks nahe zu bringen.

Zugführer Alexander Gringel und Kreisbrandmeister Robert Keppeler waren sich einig: Für eine Wasserförderung dieser Größenordnung wären allein 3 Feuerwehren damit ausgelastet gewesen, ausreichend Wasser in den am Waldrand positionierten Faltbehälter zu pumpen. Durch seine leistungsstarken Pumpen konnte das THW Sonthofen diese Aufgabe allein bewältigen und so nicht nur die Einsatzleitung bei ihrer Koordination der Fördermengen sondern auch die Feuerwehren entlasten, damit diese sich voll auf die Brandbekämpfung konzentrieren können.

Als die Übung gegen 17.30 beendet war,  zeigten sich alle Beteiligten sehr zufrieden. Viele Feuerwehrkameraden konnten sich ein Bild vom THW machen, und wie im Einsatzfall die beiden Organisationen zusammen arbeiten können.


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