Immenstadt, 17.04.2015, von Michael Gernböck

Großbrand Immenstadt

Am Samstag kam es zu einem Feuer in einem Immenstädter Industriebetrieb. Auf Grund der schnellen Brandausbreitung wurde von der Leitstelle Allgäu umfangreich nachalarmiert.

Um 5:03 Uhr morgens wurde das THW Sonthofen alarmiert. Angefordert war die Fachgruppe Wasserschaden/Pumpen zur Löschwasserversorgung der angerückten Wehren aus dem naheliegenden Steigbach.

Die Druckleitung wurde über das Werksgelände bis zu einem Faltbehälter im Südosten verlegt. Dieses Übergabebecken speiste die mobilen Wasserwerfer sowie eine Drehleiter, im weiteren Verlauf auch ein Tanklöschfahrzeug mit Dachwerfer.

Der Aufbau der Schlauchstrecke musste dabei kurz unterbrochen werden, da durch die massive Rauchentwicklung Gefahr für die Einsatzkräfte bestand. Diese wurden daraufhin mit Atemschutz ausgestattet, der jedoch nicht zum Einsatz kommen musste da der Wind im drehte und so die Einsatzstelle wieder ohne PA zu betreten war. 

Auf Grund des absehbaren Gebäudeschadens wurde durch die Einsatzleitung der Baufachberater des THW nachgefordert, der gegen 12 Uhr an der Einsatzstelle eintraf. Nach einem Rundgang zusammen mit dem Kreisbrandinspektor fiel die Entscheidung, das Gebäude nach dem Ablöschen mit Hilfe eines Abbruchbaggers durch lokale Bauunternehmer niederlegen zu lassen.

Um etwa 18 Uhr wurde nach dem Fortschreiten des Löscheinsatzes die Wasserversorgung vom THW auf die Westseite des Gebäudes verlegt. Gleichzeitig wurden die beiden Beleuchtungsanhänger des OV Sonthofen zur Ausleuchtung der Einsatzstelle nachgefordert und auf der West- und Ostseite des Geländes aufgebaut. 

Gegen 21.30 waren die Löscharbeiten soweit abgeschlossen, dass die Wasserversorgung durch die Wehren selbst realisiert werden konnte. Die Lenzpumpen des THW wurden daraufhin zurückgebaut. Um 22.30 Uhr konnten bis auf 4 Helfer alle Einsatzkräfte des THW Sonthofen wieder abrücken. Die 4 verbleibenden Kräfte erhielten im Wechsel die Beleuchtung mit den Lichtmastanhängern aufrecht. Auch sie konnten nach dem Sonnenaufgang am Sonntag gegen halb 8 die Einsatzstelle verlassen. Gegen 13 Uhr war die vollständige Einsatzbereitschaft des OV Sonthofen wiederhergestellt. 

Insgesamt waren 28 Helferinnen und Helfer mit 7 Fahrzeugen, zwei Anhängern und der Lenzpumpe Hannibal in Immenstadt im Einsatz. Weitere 5 Kräfte sorgten im Ortsverband Sonthofen für die Logistikunterstützung und die Koordination der Einsatzkräfte und Geräte. 


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